Mattis Kósa

Empty Space of embodied knowledge
Interaktive Rauminstallation

Graffiti Kollage (Sprühfarbe, Posterdrucke & Stickerdrucke von 10x10cm – 42×59,4 cm, Marker; auf MDF – Platte oder Displaykarton) ca.3m x 2,20m
Bemalte Plastik-Mannequins (Acryl auf Plastic)
Soundinstallation (Arduino, Infrarotsensor. Lautsprecher)

 

Werkstätte: Grafikdesign

In dieser audiovisuellen Raum-Installation möchte ich das Konzept von “Realness” im Kontext von Rap, HipHop culture & street art thematisieren. In meiner Arbeit geht es um die Diskrepanz zwischen den Orten, an denen wir Kunst bewusst betrachten (Ausstellungen, Galerien, usw.), und den Orten an denen permanent, abseits dieser geschützten künstlerischen Räume, kontinuierlich und chaotisch Kunst „passiert“. Das Konzept beschäftigt sich einerseits mit der Ästhetik von street art, die als subkulturelle Designelemente (Tags, Graffities, Sticker, …) in unserer Umwelt präsent ist, und andererseits die Lebenensrealitäten, deren Realität die künstlerische und politische Artikulation formt und formuliert. Im Kontext von rap culture soll hiermit eine Wechselwirkung von realness,recognitionstreet und embodied knowledge mit den Machtsystemen und Mechanismen des gate keeping inprivilegierten Räumen untersucht werden.
Das Raumkonzept “Empty Space of Embodied Knowledge” besteht aus einem Bilderrahmen an der Wand, der buchstäblich nichts enthält. Stattdessen ist die Wand selbst um den Bilderrahmen herum mit Graffiti, Postern, Doodles, Stickern und Tags bemalt und beklebt. Davor steht eine Schaufensterpuppe (Mannequin) wie eine der AusstellungsbesucherInnen. Der Körper des Mannequins ist mit den lyrics eines hiphop tracks beschrieben. Die Puppe trägt Kopfhörer. Das Abnehmen der Kopfhörer triggert – über Infrarot- oder Drucksensoren und ein Arduinoboard als Kontrolleinheit – Lautsprecher die im Bilderrahmen versteckt sind. Diese spielen den zu den lyricsgehörenden track ab. (Eine vereinfachte Variante des auslösenden Mechanismus startet lediglich die Musik in den Kopfhörern).
Im Rahmen ist nichts, visuell passiert alles auf der Wand rundherum und auf, bzw. in den Köpfen/Körpern des Publikums. Es gibt nichts auszustellen, zumindest nicht dort, wo man gewohnheitsmäßig nach dem Ausstellungsstück suchen würde, im Rahmen. Der Konnex entsteht, wenn man die Kopfhörer abnimmt.