| absurdmaxxing |
Rauminstallation mit Projektion, skulpturalem Objekt und Geruch
Werkstätte: Bildhauerei (Fokus) und Design und Raum
Mit absurdmaxxing setze ich mich mit der Frage auseinander, wie in digitalen und sozialen Räumen Bedeutung durch Ästhetik, Wiederholung und Performance entsteht. Im Mittelpunkt stehen ritualisierte Formen von Konsum, Spiritualität und Selbstdarstellung, die besonders in sozialen Medien sichtbar werden und dort zwischen Anziehung, Inszenierung, Kontrolle und Leere wirken.
Die Rauminstallation übersetzt diese Strukturen in einen physischen Raum. Ein Scroll-Loop-Video mit bewusst entleerten, verfremdeten Social-Media-Strukturen trifft auf ein zentral inszeniertes Objekt in Form eines Stanley Cups, das zwischen Konsumprodukt, Kultobjekt und ritualisiertem Symbol steht.
Licht, Material, Geruch und räumliche Anordnung erzeugen dabei eine Atmosphäre, die zugleich vertraut und irritierend wirkt. Im Zentrum der Arbeit steht das Spannungsfeld zwischen echter Bedeutung und performter Bedeutung. Viele Inhalte erscheinen tiefgründig, motivierend oder beinahe spirituell, obwohl sie bei genauerer Betrachtung oft vereinfacht, übersteigert oder inhaltsleer bleiben. Gerade diese Leere interessiert mich, weil sie neue Projektionen erzeugt und die Suche nach Sinn weiter antreibt.
absurdmaxxing versteht sich nicht als einfache Kritik an Social Media, sondern als Auseinandersetzung mit Strukturen, die Wahrnehmung, Identität, Konsum und Ritual längst mitprägen. Die Arbeit macht sichtbar, wie sehr wir in vertrauten Oberflächen nach Bedeutung suchen und dabei selbst Teil von Mechanismen der Wiederholung, Beobachtung und Performance werden.